11. Göttinger Märchenwochen 2019

Ma Kang / Dr. Ablet Semet: Leben an der Seidenstraße - Impressionen aus Xinjiang

Freitag, 7. Juni, 17.00 Uhr

11. Göttinger Märchenwochen 2019
: Ma Kang / Dr. Ablet Semet: Leben an der Seidenstraße - Impressionen aus Xinjiang

Im Mittelpunkt dieser Fotoausstellung mit Bildern von Ma Kang und Ablet Semet steht das heutige Leben an der nördlichen Seidenstraße. Die Bilder aus Xinjiang im westlichen China erzählen vom Alltag in einer Region, in der sich nicht nur Architektur und Stadtbilder rasch verändern, sondern wo sich auch Glaube und Identität im Umbruch befinden. Als visueller Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft lädt die Ausstellung dazu ein, den Blick auf persönliche Erfahrungen und Erinnerungen zu richten, Momente der Modernisierung und des Wandels in Xinjiang zu begreifen und die märchenhafte Vorstellung von der Seidenstraße ins richtige Licht zu stellen. Die Fotografien sind in den Räumen des APEX bis Ende des Monats zu sehen.

Konzept und Auswahl: Katja Pessl / Eröffnungsvortrag: Prof. Dr. Jens Peter Laut

Die Fotografen:

Ma Kang ist Fotograf und visueller Essayist. Er wurde 1962 in Nanjing geboren und lebt dort. Seine Arbeit widmet sich dem Dialog von Raum und Zeit in China, wo die Beziehungen zwischen Stadtarchitektur und Stadtleben vor neuen Herausforderungen stehen. Nach einer Ausbildung in Ölmalerei entdeckte Ma Kang die Fotographie als ideales Medium seines künstlerischen Ausdrucks. In seiner Arbeit geht es immer wieder um eine Sichtbarkeit, die sich den offiziellen Narrativen entzieht, sie umspielt und hinterfragt in einer Zeit, in der Perspektiven, Glaube und Gewissheit für viele Chinesen besonders diffus und unzugänglich sind. Die Fotoserie Makang’s Uncertain Times: Xinjiang Impressions sind Ma Kangs neueste Arbeiten zu Ürümqi, Kashgar und anderen Städten in Xinjiang.

Ma Kangs urbane Perspektive steht im Dialog zu Ablet Semets Blick auf das ländliche Xinjiang. Im Gegensatz zu Ma Kangs Identität als Künstler ist Dr. Semet Wissenschaftler und Ethnologe im Seminar für Turkologie und Zentralasienkunde an der Universität Göttingen. Selbst Uigure, wurde er 1969 in Artush, in der Nähe Kashgars geboren, und begann sein Studium im Ürümqi, bevor er in Beijing Turkologie studierte. Nachdem er Zeit in Ankara verbrachte, kam er nach Deutschland und promovierte 2003 in Göttingen. Seine Fotografien dokumentieren seine Forschung zu den kulturellen Begegnungen von Sprache, Literatur und multireligiösem Architekturerbe in Xinjiang und nehmen Stellung zur Frage einer uigurischen Identitätsfindung.

www.maerchenlandgoe.de / www.uni-goettingen.de

Eine Veranstaltung des Göttinger Märchenland e.V. in Kooperation mit dem Centre for Modern East Asian Studies (CeMEAS) an der Universität Göttingen und mit Unterstützung des APEX Kultur e.V.

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Eintritt frei